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Seven years later - oder: Dänemark 2023

  • Autorenbild: Sven Edel
    Sven Edel
  • 2. Okt. 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Sommer 2016 - es sind gute 14 Monate vor meinem Steuerberaterexamen im Oktober 2017 und Urlaub passt eigentlich so garnicht in meinen Lernplan. Lehrbriefe, Klausuren und deren Nachbesprechungen blockieren bis zur zweiten Oktoberwoche 2017 die nächsten 62 Wochen. Ok, ok, die Nachbesprechungen habe ich mir aufgrund der vielen dusseligen Fragen nur 2, 3 mal angehört und mich dann für einen Ausgleich in Freizeit entschieden. Die Geschichte zeigt, dass die Entscheidung wohl richtig war. Ich schweife ab, obwohl ich noch nicht richtig angefangen hatte. Achso, Urlaub im Sommer 2016. Genau. Da waren wir, oder vielmehr ich, das erste Mal in Dänemark (meine Frau war in Kindheitstagen wohl unzählige Male dort). Warum der Vorspann? In diesem Urlaub sollte ich ihr einen Heiratsantrag machen. Und nicht irgendwie. So klischeetypisch kitschig mit Ring am menschenleeren Strand. Das Einzige, das in diese Idylle nicht gepasst hat, war der Ring, der 2 bis 734.759.347.589 Nummern zu groß war 😑. Sie hat trotzdem "ja" gesagt, alles verlief wie geplant und heute sind wir verheiratet, haben zwei Kinder, einen Mops und ein Haus. Willkommen bei der Sparkassenspießerfamilie.


Darum solls nicht gehen, wollte es aber mal gesagt haben. Jetzt seid ihr im Bilde. Behaltet's oder vergesst's.


seven years later


Sommer 2023 - Es soll zum ersten Mal mit unserem mittlerweile knapp 2,5 jährigen Terroristen, also unserem Sohn, nach Dänemark gehen. Sicher ist sicher, stehen schon zu Beginn der Urlaubsplanung Zwischenstops auf dem Hin- und Rückweg auf der Agenda. Wer weiß, ob uns von der Rückbank nicht stundenlang die Ohren vollgequatscht werden.


Los gehts! Der erste Zwischenstop auf dem Weg nach Bjerregård geht über Jork. Nicht York und erst recht nicht New York, einfach Jork. Ein Träumchen von Städchen vor den Toren Hamburgs. Hier hatte meine Frau ein wunderbares Airbnb - hey mittlerweile ein Eigenname für Ferienwohnungen über einen speziellen Anbieter, die haben es geschaftt - gefunden. Der Haken, der kein echter ist: man muss mindestens zwei Nächte bleiben. Jo, bekommen wir hin. Die Fahrt lief wider Erwarten bis nach Jork vollkommen reibungslos, auch was die Rückbank betrifft. Mit iPad und x-tausend Spielsachen herrschte Ruhe. Also vor allem mit iPad... 😄 Nur dann, direkt, also DIREKT vor der Hofeinfahrt trifft mich der Schlag: Baustelle! Wir kommen nicht an unser Airbnb. Arrghhh. Auf nette Nachfrage bei den Bauarbeitern, scheinbar von oder für die Deutsche Glasfaser, hieß es dann, dass sie in nicht mal einer Stunde weg seien. Notiz am Rande: der Gehweg war komplett aufgerissen und sah aus, als würde die nächsten Monate hier noch gearbeitet. Zumindest beim bundes- und landeseigenen Straßenbau wäre das bestimmt so gewesen. Dieser nette Bautrup hatte es geschafft wieder alles wie neu aussehen zu lassen. Und das in der Zeit, in der wir in Jorks Innenstädchen ein Eis gegesssen haben. Respekt!


Was aber auch hieß: wir können zu unserer Ferienwohnung!


Aussicht aus der Ferienwohnung in Richtung Hof und Apfelfeld


Apfelfeld in bestem Licht

(Leica M10 mit Summilux 50mm Asph. - natürlich bei f1.4)


Frühstück im Hafen von Jork - Café MöwenNest


Jork selbst bietet eine schnuckelige Innenstadt, so wie man sich das Alte Land vorstellt, zumindest so, wie ich es mir vorgestellt habe: ruhig, etwas verschlafen und mit rauem Charme.


Was sich anbietet oder regelrecht aufdrängt, ist ein Trip nach Hamburg, da Jork eben vor dessen Toren liegt. Über Hamburg selbst muss man nicht viele Worte verlieren, dazu gibt es mehr als ausreichend Artikel. Nur ein Bild von der Hafenrundfahrt möchte ich hier hinterlassen, da es doch ausgesprochen beeindruckend ist.


Krananlagen

Leica M10 mit Voigtländer 15mm


Da es hier aber über Dänemark gehen soll, geht es also weiter in Richtung Norden, genauer gesagt nach Bjerregard. Eine kleine Siedlung in Westjütland, im Gebiet der Gemeinde Hvide Sande. Wer, wie wir, regelmäßig in die Niederlande fährt und den dortigen Trubel, gerade an schönen Sommertagen an den Stränden, kennt, der wird in Dänemark überrascht. Positiv überrascht! Selbst in den Sommerferien, bei bestem Wetter haben wir dort noch keine Menschenmengen an den Stränden gesehen, die nur näherungsweise dem der Niederlande entsprechen. Sicherlich liegt das auch an den "Ferienparks", ihren großen Grundstücken und der erheblich geringeren Bevölkerungsdichte. Und übrigens ein Grund, weshalb wir uns mittlerweile für Dänemark- und gegen Hollandurlaub entscheiden. Ja ja, Holland und Niederlande sind nicht das Gleiche... Hier schon.


In Bjerregard angekommen finden wir ein gepflegtes, aber etwas in die Jahre gekommenes Haus vor. Alles cool, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist noch tragbar und das Haus bietet mit vier Zimmern, Sauna, Whirlpool, Grill und Kamin alles, was es zum Glücklichsein braucht 😊.


und natürlich mit Parkplatz direkt vor der Tür 😎


Auf dem Bild zuvor sieht man, dass die Entfernung zwischen den Häusern eine ganz andere ist, wie man es bspw. von Holland kennt, wo vieles doch dicht an dicht steht.


Feuerholz - wie es ganz konventionell verkauft wird


wenn Man(n) sich fragt, weshalb die Dachbox gebraucht wird:

die Gewürze waren nicht im Ferienhaus vorhanden...


Was ist der für uns typische Urlaub in Dänemark oder genauer in Westjütland? Strand, Entspannung, ganz wenig Sightseeing und ganz wenig Hektik.


am Strand: barfuß


im Hafen von Hvide Sande - dem Städchen und Ort, an dem ein wenig Leben herrscht - aber auch hier: keine spürbare Hektik



mein Sinnbild für das Gefühl von Dänemark

(Leica M3 - Kodak Gold 200)


Bei aller Entspannung kam mir der Ausflug zum Lyngvig Fyr, einem Leuchtturm, schon wie ein mega Event vor 😅 und als ambitionierter Knipser ein wahnsinnig schönes Motiv


auf Sensor gebannt

(beide - Leica M10 und Summilux 35mm Asph. FLE)


und der Weg nach oben auf Film.... (Leica M3 - Kodak Gold 200)


Es gibt tatsächlich genug zu sehen und somit ausreichend to do's für diejenigen, die nicht den ganzen Tag am Strand gammeln wollen oder eben auch fürs schlechte Wetter.


Fiskeriets Huis in Hvide Sande - also quasi das lokale Fischereimuseum

(Leica M10 mit Summilux 50mm Asph.)


Sandskulpturenfestival Søndervig

mit - so meine ich - jährlich wechselnden Themen


ein immer wiederkehrendes Bild: Bunker

hier in der Nähe von Hvide Sande


Esel am Strand von Blåvand

umgestaltete Bunker zum 50. Jubiläum der Befreiung Dänemarks



Kalkgruben von Mønsted - ein kleines Abenteuer für groß und klein


Man sieht also, es gibt doch das ein oder andere zu sehen. Erstaunlich ist immer wieder: das Tempo in Dänemark ist ein anderes. Es ist und bleibt alles viel entspannter als bspw. in den Niederlanden und erst Recht als bei uns in Deutschland.


Ein Highlight darf beim Thema Sightseeing natürlich nicht fehlen, wenn man in Westjütland ist: das Legoland in Billund, also DAS Legoland im Geburtsort von Lego 😍


Von unserem Ferienhäuschen in Bjerrgard nicht mal 80 km und gut eine Stunde 15 Fahrt entfernt.


Details und Geschichten an jeder Ecke


unser Kleiner war da also in etwa so groß wie ein Lego-Bauarbeiter 😏


Selbstbildnis aus Lego?


Soviel als zu dem, was man so machen kann und wir auch gemacht haben. Nun aber die wichtigste Frage: was gibt es zu Essen? Typischerweise morgens kurz nach dem Aufstehen gestellt und schon aufs Abendessen bezogen...


Typisch dänisch sind sicherlich diese roten Würstchen, die einen eher überschaubaren Eigengeschmack haben, aber einfach dazugehören 😋



Ansonsten haben wir von 14 Tagen 13 Tage gegrillt. Wir hatten aber auch einfach ein riesengroßes Glück mit dem Wetter. Unserer Erfahrung nach sollten Fans einer großen Vielfalt an Grillsaucen besser schon daheim vorsorgen. Außer Majo und Ketchup, die dafür in x Varianten, wurden wir nicht fündig.



Was ist also unser Fazit:


Um runterzukommen ist Dänemark das Land schlechthin für uns geworden und dort die Küste Westjütlands. Die Preise sind noch ok und das Land bietet aufgrund der für uns gefühlt wenigen Touris ein enormes Erholungspotential. 2025 werden wir also wieder dort sein, nur zwei Straßen weiter vom letzten Ferienhäuschen 🙃


...


Und hey, sogar die Prominenz schwimmt am Strand an:



edel - wie fein

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