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One lense to rule them all

  • Autorenbild: Sven Edel
    Sven Edel
  • 15. Sept. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Aug. 2024

frei übersetzt "eine Linse, die alles kann". Naja, das vielleicht nicht...


Wenn allerdings die Frage im Raum stünde, welches Objektiv bleiben würde, wenn man sich auf eines beschränkt, dann wäre die Antwort:


Das Leica Summilux 35mm ASPH. (FLE)!


Was ein Glück, dass diese Frage nicht tatsächlich im Raum steht 🙃.


Nun aber von vorn.


Nach einem gut gelaufenen Jahr, aber mit super stressigen und vor allem anstrengenden Zeiten durch Beratung in Sachen Überbrückungshilfen, KUG (= Kurzarbeitergeld), usw., stand Ende Januar 2022 die Frage nach einer "kleinen" Belohnung für die Plackerei im Raum.



Die M262 hatte ich gerade ein gutes, halbes Jahr und nutzte sie zumeist mit dem Voigtländer 35 mm/1:1,4 Nokton VM II in der Multi Coated-Variante. Was das Objektiv betrifft, sicherlich eine Möglichkeit halbwegs günstig den Weg in die M-Welt zu finden. Im großen und ganzen handelt es sich beim Voigtländer 35mm um ein tolles Objektiv, das nicht nur erschwinglich, sondern auch ausgesprochen kompakt mit anständiger Abbildungsleistung ist.


Leica M262 mit Voigtländer 35 mm/1:1,4 Nokton VM II M.C.

- hier hat alles gepasst - Belichtung, Farben,

Fokus und natürlich das Model 😘 - perfekt -


Leica M262 mit Voigtländer 35 mm/1:1,4 Nokton VM II M.C.

- hier sieht man, wie weich das Motiv bei Offenblende wird -


Hätte ich den vorherigen Satz zur Abbildungsleiste vor zwei Jahren geschrieben, also bevor ich das Leica-Pendant testen durfte und letztlich kaufte, hätte ich wohl "tolle" oder "gute bis sehr gute" Abbildungsleistung geschrieben. Und nicht nur "anständige". Wieso? Wie so oft ist es hier der (direkte) Vergleich der beiden 35 f1.4er. Was die Abbildungsleistung angeht ist das Summilux im Grunde immer und überall besser. Dafür ist es auch viel größer, schwerer und, naja, teurer.


Wie im Film Inception war der Gedanke (auf das Summilux umzusteigen) eingepflanzt und wuchs. Am 05.02.2022 nahm das Unheil seinen Lauf. Es ging nach Wetzlar, in den Leitz-Park, um das Summilux mal zu testen. Hundebesitzer kennen das: man fährt nicht mal eben einen Welpen schauen. Wie herzlos kann man sein, sich ein Hundebaby anzusehen, ohne Hintergedanken diesen in die Familie aufzunehmen? Unseren Mops waren wir "auch nur mal schauen". Nun lebt er seit gut acht Jahren bei uns ☺️.


So ähnlich war also auch der Ausflug nach Wetzlar. Nur mal schauen. Mal testen. Nicht kaufen. Und tatsächlich: ich hatte es am 05.02.2022 nicht gekauft. Wieder zuhause angekommen, wurden erstmal die Bilder von der SD-Karte auf den Mac gezogen und gesichtet. Und was sich da auftat war irre. Annähernd alle Bilder hatte ich bei Offenblende aufgenommen. Die Abbildungsleistung war (ist!) phänomenal. Gut, CA können schon ein Thema sein, aber die lassen sich in Lightroom einfach korrigieren. Was mich begeisterte und immer noch begeistert, ist in der Leica-Welt unter der Bezeichnung "3D-Pop" bekannt. Die Bilder haben eine Dreidimensionalität, wie ich sie danach erst wieder beim 50er Summilux gesehen habe.


3D Pop mit Leica M10 und 35mm Summilux-M

Schaut es nicht so aus, als würde Nemo, unser Mops,

gleich aus dem Bild rauskommen?


Mein erster Gedanke bei der Betrachtung der Bilder war eine Pop-up-Karte. Das herausgestellte Motiv schien wirklich vom Hintergrund nach vorn zu kommen, um es mal plastisch zu formulieren. Das hatte ich beim Voigtländer so nicht gesehen und hat mich umgehauen.


Leica M10 und 35mm Summilux-M

BMW Museum München


Also ging es am 15.02.2022, zehn Tage später, wieder nach Wetzlar. Diesmal jedoch nicht zum testen, sondern um das bestellte und bereits bezahlte Objektiv abzuholen 😍.


Tipp: Auf freundliche Anfrage gab es 3% Rabatt auf die UVP, die bei Leica regelmäßig dem Marktpreis entspricht 😉😊


Nun war es also so weit, ich hatte mein erstes Leica-Objektiv neu gekauft und einen obszön hohen Preis dafür bezahlt. Fühlte ich mich schlecht? Ja, irgendwie schon. Mit dem Geld hätte man gut und gerne drei Wochen ein Wohnmobil mieten und sämtliche Nebenkosten im Urlaub begleichen können (Notiz am Rande: Dann wäre das Geld aber auch weg gewesen, was bei der Anschaffung von Leica-Objektiven nicht der Fall ist 😎).


Dieses latent schlechte Gefühl hat sich jedoch ziemlich schnell gelegt, da das Summilux zur Immerdrauf-Linse wurde und sich diesen Platz nun mit dem 50er Summilux teilt. Hier bin ich noch nicht so sicher, ob es die 35mm oder 50mm sein sollen. Auf der M3 oder der MP tendiere ich zu 35mm, da Fokussierfehler hier zum einen seltener sind und dazu noch eher verziehen werden.


Aber wieviel wird das 35er tatsächlich genutzt, nach nun gut 1,5 Jahren im Einsatz? Von gut 6.000 Bildern in dieser Zeit sind mehr als 3.500 mit dem Summilux entstanden oder vielmehr in der Lightroom-Bibliothek verblieben. Ich denke, man kann sagen, dass sich die Anschaffung bei dieser Relation gelohnt hat oder zumindest rechtfertigt.


Und dieses Gefühl, dass das 35er Summilux viel genutzt wird, hat sich vielfach bestätigt, nicht nur in den blanken Zahlen. In den vergangenen Urlauben war es im Grunde das Nr. 1 Reiseobjektiv und auch für den nächsten Urlaub in den Niederlanden bin ich stark am überlegen, ob es nicht die einzige Linse wird, die ich mitnehme.


Leica M10 und 35mm Summilux-M

- ein süßes Lädchen am Ortseingang von Motuvun, Kroatien


Von meiner Seite aus ist dieses Objektiv, das mittlerweile nicht mehr die neuste Version des 35mm Summilux-M darstellt, ein - wie sagt man so schön - No-Brainer. Aufgrund der Gegenlichtblende mit "Loch" und nicht benötigten Naheinstellgrenze, die das neue 35er bietet, würde ich immer wieder zu dieser Version des Summilux greifen.


Und wem es noch viel weniger aufs Geld ankommt, dem lege ich die nochmal schönere Sonderversion LEICA Summilux-M 1,4/35mm ASPH. FLE “10 Jahre ASPHERICAL” ans Herz 😋


Wie sagt man so schön? Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Daher hier noch einige Bilder, die in den letzten Monaten mit diesem Traum aus Metall und Glas - allesamt an der M10 - entstanden sind:


Kroatien im Herbst, ein Traum



urig und gemütlich

Cres auf der gleichnamigen Insel, Kroatien


"Hier gibt es nichts zu se(h)en. Gehen Sie bitte weiter."

Rovinj, Kroatien

Auch wenn ich die Aussprache nicht hinbekomme,

so war es einer der schönsten Orte, die ich bislang gesehen habe.


Wenn kein Spiegel für das obligatorische Spiegel-Selfie da ist, nutzt man die vorhandenen Möglichkeiten 😉

Restaurant & Pizzeria Sporthütte, Kastelruth, Italien


Kroatien im Herbst


Multi-Selfie im Ernst-Leitz-Museum



Room with a view? Pfff...


Zum Abschluss nochmal unser Möpschen,

mittlerweile mit 3 Kilo weniger auf den Hüften...



edel - wie fein

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